Als gelisteter Energieeffizienz-Experte und DGNB-Auditor unterstützen wir Sie gerne bei der Realisierung Ihres Bauvorhabens oder Ihrer Sanierungsmaßnahme. Dazu bieten wir unter anderem folgende Leistungen:

  • Bestandsaufnahme und Entwicklung eines energetischen Konzepts
  • Beantragung der Fördermittel bei der KfW und BAFA
  • Energetische Fachplanung und Baubegleitung
  • Auditierung und Begleitung von Nachhaltigkeitsprojekten nach dem DGNB-System zum Erreichen der QNG-Förderstufe
  • Energieausweis

 

Nachfolgend sind die aktuellen Förderprogramme der KfW und BAFA aufgelistet. Bei Fragen können Sie sich gerne melden.

Energieberatung für Wohngebäude (EBW)

Die Energieberatung für Wohngebäude (EBW) ist ein Förderprogramm, mit dem sich Hauseigentümer über den energetischen Zustand ihres Gebäudes informieren können und individuelle Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt bekommen.

Im Rahmen einer umfassenden Vor-Ort-Begehung wird der Ist-Zustand der Gebäudehülle und der Anlagentechnik aufgenommen. Dabei werden Schwachstellen identifiziert, der aktuelle Energieverbrauch analysiert und bereits umgesetzte sowie zukünftig geplante Maßnahmen besprochen.

Die ermittelten Daten werden in eine spezielle Bilanzierungssoftware eingegeben. Darauf basierend werden sinnvolle und wirtschaftliche Maßnahmen vorgeschlagen, mit denen die Energieeffizienz des Gebäudes verbessert werden kann. Das Ergebnis wird im individuellen Sanierungsfahrplan (iSEP) festgehalten und in einem Beratungsgesprächs abgestimmt und übergeben.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Energieberatung für Wohngebäude zu 80 %. Die im Sanierungsfahrplan vorgeschlagenen Maßnahmen müssen nicht umgesetzt werden. Bei der Umsetzung einer Maßnahme an der Gebäudehülle erhält man jedoch eine höhere Förderung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) ist ein Förderprogramm, mit dem Maßnahmen an der Gebäudehülle, sowie der Ersatz und die Optimierung der Heizungsanlage gefördert wird. Zum Erhalt der Förderung müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden, z.B. muss die Wärmepumpe bei der BAFA gelistet sein und die Bauteile der Gebäudehülle müssen einen vorgegebenen Dämmwert erreichen (U-Wert). Für bestimmte Maßnahmen ist eine energetische Fachplanung und Baubegleitung erforderlich, die zu 50 % gefördert wird. Ab 01. Januar 2024 gelten folgende Förderkonditionen:

Heizungsaustausch:

Für den Austausch einer alten, fossilen Heizung durch eine neue Heizung auf Basis erneuerbare Energien gibt es eine Basisförderung von 30 %.

Für Wärmepumpen, die als Wärmequelle Wasser, Abwasser oder Erdreich nutzen oder ein natürliches Kältemittel einsetzen ist ein Effizienzbonus von zusätzlich 5 % erhältlich. Für Biomasseheizungen wird ein Zuschlag von 2.500 € gewährt, wenn sie einen Staub-Emissionsgrenzwert von 2,5 mg/m³ einhalten.

Für selbstnutzende Eigentümer gibt es einen Klimageschwindigkeits-Bonus von zusätzlich 20 %, wenn der Heizungsaustausch bis 31. Dezember 2028 umgesetzt wird. Hinzu kommt ein einkommensabhängiger Bonus in Höhe von 30 % für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 40.000 €. Die Boni sind kumulierbar. Insgesamt kann die Zuschussförderung maximal 70 % betragen.

Die maximalen förderfähigen Kosten für den Heizungsaustausch betragen 30.000 € für die erste Wohneinheit. Im Mehrparteienhaus erhöhen sich die maximalen förderfähigen Ausgaben um jeweils 15.000 € für die zweite bis sechste sowie um 8.000 € ab der siebten Wohneinheit.

Gebäudehülle, Heizungsoptimierung und Anlagentechnik:

Für Maßnahmen an der Gebäudehülle (z.B. Dämmung der Fassade), für die Heizungsoptimierung (z.B. neue Fußbodenheizung) und für Maßnahmen an der Anlagentechnik (z.B. neue Lüftungsanlage) beträgt der Fördersatz 15 % bei maximalen förderfähigen Ausgaben von 30.000 € pro Wohneinheit. Bei Vorliegen eines individuellen Sanierungsfahrplans steigt der Fördersatz auf 20 % und die förderfähigen Kosten auf 60.000 € pro Wohneinheit.

Ergänzungskredit:

Für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von bis zu 90.000 € gibt es optional einen zinsverbilligten Kredit von max. 120.000 € pro Wohneinheit.

In folgender Abbildung sind die Förderkonditionen dargestellt:

Weitere Informationen finden Sie hier.
 

 

Komplettsanierung (BEG WG)

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude (BEG WG) ist ein Förderprogramm, mit der die Sanierung sowie der Ersterwerb eines sanierten Effizienzhauses (1) gefördert wird.

Die Förderung besteht aus einem zinsgünstigen Kredit in Höhe von 120.000 € pro Wohneinheit. Der Kreditbetrag steigt auf 150.000 € pro Wohneinheit, wenn das Gebäude zusätzlich die Kriterien für die Erneuerbare-Energien-Klasse (EE-Klasse) (2) oder für die Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klasse) (3) erreicht.

Zusätzlich zum Kredit gibt es einen Tilgungszuschuss, dessen Höhe abhängig von der erreichten Effizienzhaus-Stufe ist. Er beträgt z.B. 10 % für die Effizienzhaus-Stufe 85 und 20 % für die Effizienzhaus-Stufe 40. Bei Erfüllung der EE-Klasse steigt der Tilgungszuschuss um 5 %. Für die Sanierung eines Wort-Performing-Buildings (WPB) (4) erhalten Sie weitere 10 % Zuschuss. Zusätzlich 15 % bekommen Sie für eine serielle Sanierung (SerSan) (5).

Damit ein Gebäude eine Effizienzhaus-Stufe erreicht, müssen in der Regel umfangreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehört z.B. der Austausch der Fenster, die Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecke sowie die Erneuerung der Heizungsanlage und der Einbau einer Lüftungsanlage. Welche Maßnahmen konkret umzusetzen sind, ist abhängig vom Ist-Zustand des Gebäudes um von der angestrebten Effizienzhaus-Stufe.

Zum Nachweis der Effizienzhaus-Stufe ist eine energetische Fachplanung und Baubegleitung erforderlich, die zu 50 % gefördert wird.

In folgender Abbildung sind die Förderkonditionen dargestellt:

(1) Effizienzhaus: Technischer Standard, der angibt wie energieeffizient ein Gebäude im Vergleich zu einem Referenzgebäude ist. Dabei gilt, je niedriger die Effizienzhaus-Stufe, umso höher ist die Energieeffizienz des Gebäudes. Die Effizienzhaus-Stufe wird mit einer speziellen Bilanzierungssoftware anhand der Dämmwerte der Bauteile der Gebäudehülle und anhand der Anlagentechnik ermittelt.

(2) Erneuerbare-Energien-Klasse (EE-Klasse): Diese Klasse wird erreicht, wenn im Rahmen der Sanierung eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien eingebaut wird und diese mind. 65 % des für die Wärmeversorgung des Gebäudes erforderlichen Energiebedarfs erbringt.

(3) Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klasse): Diese Klasse wird erreicht, wenn für das sanierte Gebäude von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle (z.B. DGNB) das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ zuerkannt wird.

(4) Wort-Performing-Building (WPB): Ein Gebäude, das auf Grund des energetischen Sanierungsstandes seiner Bauteilkomponenten zu den energetisch schlechtesten 25 % des deutschen Gebäudebestandes gehört. Der 10 % WPB-Bonus wird gewährt, wenn das Gebäude auf die Effizienzhaus-Stufe 40, 55 oder 70 saniert wird. Der Bonus ist mit dem EE-Bonus und NH-Bonus kombinierbar.

(5) Serielle Sanierung (SerSan): Bezeichnet die energetische Sanierung unter Verwendung abseits der Baustelle vorgefertigter Fassaden- bzw. Dachelemente. Der 15 % SerSan-Bonus wird gewährt, wenn das Gebäude auf die Effizienzhaus-Stufe 40 oder 55 saniert wird. Der Bonus ist mit dem EE-Bonus, NH-Bonus und WPB-Bonus kumulierbar. Bei Kumulierung mit dem WPB-Bonus werden die beiden Boni in Summe auf 20 % begrenzt.

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